UNSER GLAUBE in CORONAZEITEN

Liebe Longericher, liebe Longericherinnen,
Die Lage ist ernst und wir müssen sie ernstnehmen.
Aber: Ich bin dankbar, dass zurzeit unsere PolitikerInnen verantwortlich
handeln, allen voran unsere Bundeskanzlerin.
Ich bin besonders allen Menschen dankbar, die in den Lebensmittelgeschäften, Arztpraxen, Krankenhäusern, Pflege- und Seniorenheimen, Apotheken sowie bei Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten, Ordnungsamt, Post und Müllabfuhr weiter für uns da sind. Wir können das diesen Männern und Frauen auch zeigen. Ich erlebe dankbare Reaktionen.
So sehr einzelne Menschen und Firmen jetzt in ihrer Existenz bedroht sind,
sollten wir uns vor Augen führen: Wir leben in einem reichen Land!
Ich hoffe sehr, dass unser bedrohtes Klima und die Not der Flüchtlinge jetzt
nicht auf der Strecke bleiben.
Die Entscheidungen, die wir zurzeit treffen, sind meist vorläufig. Erst im
Nachhinein werden wir erkennen können, was angemessen war. Am Montag haben wir entschieden, unsere Immanuelkirche 24 Stunden offen zu lassen. Zwei Tage später haben wir beschlossen, sie ganz zu schließen. Ist das nun verantwortliches Handeln oder ein Zeichen für mangelndes Gottvertrauen?
Ich selber weiß es momentan nicht.
Es hilft jetzt niemandem, wenn wir Verschwörungstheorien verbreiten oder Sündenböcke für diese globale Krise suchen.
Eine 75-jährige Frau aus Graz „erzählt, dass ältere Menschen auf der Straße von Jüngeren beschimpft würden, weil man sie für die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Österreich verantwortlich mache.“
(Kölner Stadtanzeiger vom 18.3.)

Genau darauf müssen wir verzichten. Das vergiftet unser gesellschaftliches
Klima.
Wir sind jetzt herausgefordert,

– räumlichen Abstand und gleichzeitig um so mehr Kontakt zu halten

– uns immer wieder so zu verhalten, dass wir weder panisch werden (keine Hamsterkäufe!) noch rücksichts- oder gedankenlose Ignoranz vorleben (keine Gruppenbildung oder die Einstellung: Das wird doch alles nur hochgespielt.)
Mir hilft in diesen Tagen 2. Timotheus 1,7:
„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (Übersetzung der Neuen Zürcher Bibel)
Der Coronavirus ist eine weltweite, unsichtbare Bedrohung.
Auch die Geistkraft Gottes, an die wir glauben, ist unsichtbar und global
wirksam.
So bitten wir darum, dass der Heilige Geist uns Tag für Tag mit Kraft, Liebe
und Besonnenheit erfüllt, damit wir an unserem Platz diese große Herausforderung bestehen können.
Nutzen Sie unsere Hilfsangebote.
Ich wünsche Ihnen Gesundheit an Leib und Seele!

Herzlichst Ihr/Euer Pfarrer Jürgen Mocka (20.3.2020)

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